Endlich frei entscheiden!
von Philipp Dollinger
Die Julis Heilbronn begrüßen das von Minister zu Guttenberg geplante Aussetzen der Wehrpflicht ab 1. Juni 2011. Mit dieser Maßnahme entspricht die Regierungskoalition einem der ureigensten Wünsche der FDP Deutschland und ins Besonderem der Jungen Liberalen.
Als direkte Betroffene war es immer ein besonderes Anliegen der JuLis den obligatorischen Wehrdienst für die männliche Bevölkerung als solchen abzuschaffen.
Der Wehrdienst stellt nicht nur schon seit Jahren eine enorme Belastung des Staatshaushaltes dar, sondern hat schon seit Jahren seine Daseinsberechtigung verloren. Anstatt größere Summen in die internationalen Friedenseinsätze und vor allem in die Sicherheit unserer Berufssoldaten zu investieren, haben es die vorangegangen Regierungen versäumt mit diesem ineffizienten System zu brechen.
Die JuLis Heilbronn bedanken sich ausdrücklich bei der FDP für ihr starkes Engagement in den letzen Jahren, ohne welches dieser Meilenstein in der deutschen Geschichte nicht möglich gewesen wäre. Ebenso gebührt Herrn Minister zu Guttenberg unser Dank. Als ständiger Befürworter des Standpunktes der FDP hat er durch monatelange seriöse politische Arbeit etwas möglich gemacht, an das sich vorher noch kein Verteidigungsminister wirklich versuchen wollte.
Auch die geplante Einführung des Bundesfreiwilligendienstes durch Bundesfamilienministerin Kristina Schröder begrüßen wir sehr. Vor allem der Zivildienst als solcher ist unverzichtbar. Viele Einrichtungen sind auf die nun ehemaligen Ersatzdienstleistenden strukturell wie auch personell stark angewiesen.
Mit kritischem Blick hat der Kreisverband Heilbronn die Entwicklung dieser Alternative verfolgt und kommt erfreut zu dem Schluss, dass die Familienministerin sowohl im Stellenangebot als auch in der finanziellen Förderung auf ein akzeptables Niveau hinarbeitet.
Alle Stellen die momentan von Zivildienstleistenden beansprucht werden, können in Zukunft ebenfalls in Anspruch genommen werden. Auch die flexible Dienstdauer von
6-24 Monaten ermöglicht den Freiwilligen eine individuelle Zukunftsplanung, egal ob Studium, Ausbildung oder Beruf vor der Türe stehen. Auch gibt es keine Altersbegrenzung nach oben (ab 16 Jahren vorgesehen), sodass zum Beispiel auch Berufsausteiger im höheren Alter darauf zurückgreifen können, um eine Pause einzulegen oder die vielfältigen Weiterbildungsmaßnahmen des Bundesamtes zu nutzen.
Eine weitere klare Verbesserung aus Sicht der JuLis ist die Öffnung des Bundesfreiwilligendienstes für Frauen. Dadurch wird die langjährig geforderte - und durch den Wehrdienst untergrabene - Gleichberechtigung von Mann und Frau im sozialen Staatsdienst wiederhergestellt.
Nun heißt es tatsächlich: Endlich FREI entscheiden!



